Ermittlung von Spanngliedlagen
Das Orten von Spanngliedern wird erforderlich, wenn ihre Lagen nicht hinreichend genau bekannt sind und Bohrungen in den Spannbeton gesetzt werden sollen, Untersuchungen an den Spanngliedern durchgeführt werden sollen oder die Lagen für statische Nachrechnungen erfasst werden müssen.
Einsetzbare Geräte
BetondeckungsmesserBei kleinen Betondeckungen der Spannglieder kann deren Ortung mit einem Betondeckungsmesser, wie z. B. dem Ferroscan von Hilti, erfolgen. Das Ortungsgerät, das im wesentlichen aus einem elektrischen Schwingkreis besteht, der durch ferromagnetische Stoffe in seiner Nähe verstimmt wird, wird dazu über den Beton gerollt und die Lage stählerner Einbauteile wird auf einen Display angezeigt.
Georadar
Im allgemeinen Fall wird ein Georadar-System mit speziell für Betonuntersuchungen konstruierten Antennen genutzt. Die Antenne strahlt elektromagnetische Pulse ab, die an Grenzschichten von Materialien mit unterschiedlicher Dielektrizitätskonstante reflektiert wird. Die Anteil reflektierter Energie ist umso größer, je stärker sich die Dielektrizitätskonstanten unterscheiden. An Grenzschichten zwischen Nichtmetallen und Metallen findet eine Totalreflektion statt - die Energie wird vollständig reflektiert. Das prädestiniert das Radar-Verfahren für die Ortung metallischer Einbauten, wie Spannglieder. Ein Teil der Energie wird allerdings bereits an der schlaffen Bewehrung reflektiert, die Bewehrungsdichte und -anordnung setzt der Ortbarkeit von Spanngliedern damit Grenzen.
